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Oper
Rinaldo
Foto: Barbara Aumüller
Foto: Barbara Aumüller
von Georg Friedrich Händel
Es gibt nicht viele Opernproduktionen, bei denen der Blick als erstes auf die Besetzung der Titelrolle fällt – von künstlerisch uninteressanten Galavorstellungen mit den immergleichen, großen Namen und deren überzogenen Gagen einmal abgesehen. In der Regel stehen Regisseur und Dirigent, zuweilen noch der Bühnenbildner im Zentrum der Aufmerksamkeit. Doch wenn Jakub Józef Orlinski in der ersten Wiederaufnahme von Georg Friedrich Händels „Ronaldo“ jetzt erneut die Titelrolle übernimmt, ist dies eine jener seltenen Ausnahmen. Denn der junge polnische Countertenor ist gerade dabei, in seinem Stimmfach völlig neue Maßstäbe zu setzten. Als Orlinski vor gut einem Jahr bei der Premiere dieser Inszenierung von Regisseur Ted Huffman auf der Bühne stand, war er – trotz seines jungen Alters – schon längst keine Entdeckung, kein Geheimtipp, mehr. Diesen Status hatte er allerspätestens im Juli 2017 aufgegeben, als er am Rande des Musikfestivals im französischen d’Aix-en-Provence im karierten Sporthemd, kurzer Hose und weißen Turnschuhen Vivaldis „Vedro con mio diletto“ sang – begleitet von seinem Pianisten in Flip-Flops. Das Video wurde allein auf der Internetplattform Youtube knapp 2,5 Millionen Mal aufgerufen. Ob das Outfit tatsächlich einem Missverständnis geschuldet war, wie gerne berichtet, oder einer gezielten PR-Aktion, mag hier nicht entschieden werden. Aber die Welt war aufmerksam geworden auf den gutaussehenden Polen und seine grandiose Stimme. Nicht nur die Welt, auch das zum Branchenriesen Warner Classics gehörende Label Erato, das den jungen Sänger unter die Fittiche nahm. Denn der Mann mit dem wehmütigen Blick und den hellen, slawischen Augen war der ideale Star: Er sang gut, modelte nebenbei und war außerdem in der Beakdance-Szene aktiv. Beste Chancen für ein erfolgreiches Story-Telling. Als dann kam im Herbst sein Album „Anima Sacra“ herauskam, war die Sensation perfekt. Orlinski hatte inzwischen eine Stimme ausgebildet, über die kein anderer Countertenor derzeit erfügt. Klarer und voluminöser als Kowalski, intonatorisch nochmals exakter als Jaroussky, zugleich kraftvoller als Scholl. Eine Stimme, die jede Opernproduktion eben im Handumdrehen zur Nebensache werden lässt.

Genre: Oper
Location: Bockenheimer Depot
Adresse: Frankfurt am Main, Carlo-Schmid-Platz 1
Eintritt: 25–80,– €
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Freitag, 18.1.2019, 19:00 Uhr
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